Don’t call me. Ever. EVER!

•April 29, 2014 • 2 Kommentare

shIch telefoniere nicht gerne. Das liegt vor allem daran, dass ich relativ geräuschempfindlich bin und mich durch Geräusche leicht ablenken lasse. Noch nie in meinem Leben habe ich es geschafft zu telefonieren und nebenbei Musik zu hören oder Fernsehen zu gucken. Funzt einfach nicht. Mein Gehirn kann nur eins verarbeiten – die Stimme am Telefon oder andere Hintergrundgeräusche.

Man kann sich also vorstellen, wie begeistert ich Anfang Januar war, als ich erfahren habe, dass der Großteil meines “1-Euro-Jobs” daraus besteht, telefonische Kundenanfragen anzunehmen.

Ein paar Highlights aus den letzten 4 Monaten (zur Erklärung: die Firma, für die ich arbeite, nimmt gebrauchte Möbel als Spenden an und stellt diese dann Bedürftigen zur Verfügung*):

I
Kunde: Ich habe ein Sofa abzugeben. Ist im Prinzip auch völlig in Ordnung…
Ich: Aber…?
Kunde: Es hat ein paar Flecken. Meine Hündin ist leider inkontinent.

II
Kunde: Wir haben hier eine Schrankwand. Möchten Sie die haben?
Ich: Grundsätzlich gern, wenn sie noch heile ist.
Kunde: Ja, ist sie. Wann holen Sie sie ab?Ich: Ich kann Ihnen einen Termin am nächsten Mittwoch anbieten?
Kunde: Ja, nee… die muss heute abgeholt werden. Die Spediteure stehen ja mit der neuen Schrankwand schon hier und wollen aufbauen.

III
Kunde: Wir haben gestern im Garten unsere Apfelbäume beschnitten.
Ich: Aha. Schön.
Kunde: Kommen Sie vorbei und holen die Äste ab?
Ich: Ähm… leider nicht, wir nehmen nur Möbel an.
Kunde: Achso, und was mache ich nun?

IV
Ich: Wir würden gerne das angebotene Bett nehmen.
Kunde: Okay, das kriegen Sie aber nur, wenn Sie auch den Sperrmüll mitnehmen, den ich hier stehen habe.

V
Kunde: Wir haben ein komplettes Schlafzimmer, das wir loswerden möchten.
Ich: Super. Wie alt ist es denn?
Kunde: Keine Ahnung.
Ich: Nur so ungefähr. Älter als zehn Jahre?
Kunde: Jaaaa, ich bin ja schon 64 und in dem Bett bin ich immerhin zur Welt gekommen.

VI
Kunde: Nehmen Sie auch Kinder an?
Ich: Ähm…
Kunde: Achso, nee, moment… meine Frau sagt grade, dass ich fragen soll, ob Sie auch KinderBETTEN annehmen.

 

*Falls mein Anleiter oder die Chefin diesen Blog entdeckt: Tach! ;)

Bücher 2014 – Wigald Boning: Butter, Brot und Läusespray

•Januar 6, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

BoningMein erstes Buch des Jahres war eine Spontanausleihe. Eigentlich wollte ich vergangenen Freitag Feierabend machen, als ich auf dem Weg zur Garderobe an dem Buch vorbeigekommen bin und es mitgenommen hab.
Ein Blick in meine Leselisten sagt mir, dass ich letztes Jahr schon mal ein Buch von Wigald Boning gelesen habe, nämlich Die Geschichte der Fußleiste und ihre Bedeutung für das Abendland. Allerdings kann ich mich absolut nicht mehr dran erinnern.

Butter, Brot und Läusespray ist aus dem Jahr 2013 und hat den Untertitel Was Einkaufszettel über uns verraten. Und genau das ist drin, Beispiele aus Wigald Bonings über die Jahre angehäufter Einkaufszettelsammlung mit humorigen Erklärungsversuchen des Autors. Die ersten 20 Seiten machen noch Spaß, aber irgendwann wird es mühsam sich durch die vermeintlich schenkelklopfigen Sätze zu wühlen.
Das ist ein Phänomen, was ich aber auch bei TV-Auftritten von Wigald Boning erlebe – nach 20 Minuten wird er mir einfach zu anstrengend.

Grundsätzlich fand ich das Buch durchaus lesenswert, empfehle allerdings, es nicht am Stück zu lesen.

Ups.

•Januar 5, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt einige positive und durchaus angenehme Seiten, wenn man in einer Bücherei arbeitet (in meinem Fall ehrenamtlich):
Es ist fast nie laut und hektisch.
Die Kunden sind fast ausnahmslos freundlich und geduldig.
Langeweile kann gar nicht erst aufkommen, denn notfalls kann man zu einem Buch, Hörbuch, Brettspiel oder sogar der Wii greifen.
Und man kann sich die interessanten Neuerscheinungen und -lieferungen gleich aus dem Paket heraus reservieren.

Letzteres wird mein Untergang werden.
Anfangs hab ich mich noch gewundert, dass viele Kollegen gleich nach dem Reinkommen erst mal den Blick über das Regal mit den frisch gelieferten Medien wandern lassen, um bei Bedarf kleine “Bitte für XY reservieren”-Zettelchen in die Bücher zu stecken, aber mittlerweile habe ich die Angewohnheit übernommen.

Gerade letzten Freitag habe ich einen Stapel Bücher foliert und dabei guckte mich aus mehreren Büchern mein eigener Name an. Zusätzlich standen im Regal mit den Vorbestellungen auch noch 2 Bücher für mich. Ich musste mir nach Feierabend einen Karton aus dem Altpapier zupfen, damit ich alles mitbekomme.

Grundsätzlich habe ich tatsächlich kein schlechtes Gewissen mir neue Bücher reservieren zu lassen (oder selbst zu reservieren) – im Normalfall lese ich schnell und nutze selten die 3wöchige Leihfrist wirklich komplett aus – aber letztens erzählte eine Kundin, dass sie extra wegen eines Romans zu uns gekommen wäre, den sie aber im Regal nicht finden könne. Leider war es genau einer der Romane, den ich einen Tag vorher erst ins System eingearbeitet* und mir dann sofort selbst ausgeliehen hatte.
Ups.
Wenn ich da Buch dabeigehabt hätte, hätte ich es ihr wahrscheinlich sogar mitgegeben, aber es lag zuhause auf meinem Nachttisch. Da kam dann doch ein leicht schlechtes Gewissen bei mir durch.

Peter Pim and Billy Ball are sitting in the kitchen

•September 29, 2013 • 1 Kommentar

Seit zwei Wochen tapere ich tapfer zur Volkshochschule und blamiere mich bis auf die Knochen bei dem Versuch Englisch zu sprechen. “Free Conversation & Review” nennt sich das – und ich bin begeistert. Seit Jahren wollte ich mich schon bei einem Konversationskurs anmelden und habe es mir doch in letzter Minute immer wieder anders überlegt. Zum einen fehlte mir das Vertrauen in mein gesprochenes Englisch und zum anderen hatte ich bisher auch nie das Geld für die Kursgebühr. Ersteres fehlt mir immer noch, aber zumindest hatte ich diesen Monat ein bisschen Geld übrig, also habe ich mich todesmutig angemeldet.

Die Dozentin, Miss B. ist sehr angenehm und spricht ein fantastisches britisches Englisch, bei dem man den Unterschied zwischen “kit” und “kid” tatsächlich hören kann. Mir wurde allerdings gleich bei der gegenseitigen Vorstellung attestiert, dass ich Englisch mit deutlichem amerikanischem Akzent spreche. Damn.
Ich nehme an, dass das eine Art Überkorrektur meinerseits ist, weil ich zu sehr bemüht bin nott tu schpiik laik ö Dschörmenn. (Oder es liegt einfach an zu vielen amerikanischen Filmen und Serien. Ich hab nach dem ersten Kursabend ja schon gelobt, mehr britische Serien zu gucken…)

Soo! sollte ein Onlineshop nicht sein

•Juni 26, 2013 • 1 Kommentar

Ich hab in meinem Leben ja nun wirklich schon bei vielen Onlineshops bestellt, aber so sehr genervt wie der von Saturn hat mich selten einer.
Eine Küchenmaschine sollte es werden. Ein verfrühtes Geburtstags-/Weihnachtsgeschenk für mich selbst. Preise sind ja schnell ergooglet und da es hier im Ort ja eine Filiale gibt, fiel die Wahl auf Saturn.

Die gewünschte Küchenmaschine war im Onlineshop verfügbar – sogar in der von mir favoritisierten Farbe.
Prima.

Kurze Abfrage ergab dann, dass das Maschinchen zwar nicht in der Filiale auf Lager war, aber mit einer Lieferzeit von 1 bis 3 Tagen dorthin geschickt werden konnte.
Ich wollte nämlich ganz gerne vor Ort bar bezahlen. In den FAQ steht auch praktischerweise, dass eine Barzahlung vor Ort möglich ist.
Beim Bestellvorgang wird nur leider bei den Zahlungsmöglichkeiten keine Barzahlung angezeigt. Flugs noch mal den Cache geleert und einen neuen Versuch gestartet – mit dem gleichen Ergebnis.

Aber es gibt ja glücklicherweise einen Service-Chat. Die Mitarbeiterin dort war auch freundlich und bemüht mir zu helfen, aber mit der Aussage, dass für diesen Artikel keine Barzahlung vor Ort möglich ist, da er nicht im Markt auf Lager ist, konnte ich im ersten Moment nicht viel anfangen. Es lag weder daran, dass ich noch nie Kunde im Onlineshop von Saturn war, noch daran, dass es sich bei der Küchenmaschine nicht gerade um einen Pfennigartikel handelt. Die Aussage blieb. Barzahlung vor Ort nicht möglich.

Nach mehrfachem Lesen der FAQ ist mir dann irgendwann aufgefallen, dass dort von “Sofortabholung” die Rede ist. D.h. die Möglichkeit der Barzahlung gilt offensichtlich nur für Artikel, die im Markt direkt auf Lager sind. Half mir nicht wirklich weiter, denn die Küchenmaschine musste ja bestellt werden.

Mir blieb also nichts anderes übrig als zu Saturn zu fahren, mit Bargeld Gutscheinkarten zu kaufen und diese dann im Onlineshop einzulösen.
Dass die Gutscheinkarten nur bis 150€ aufgeladen werden können und mir keiner der anwesenden Marktmitarbeiter verlässlich sagen konnte, ob ich auch mehrere Gutscheinkarten auf eine Bestellung einlösen kann, war dann noch das Sahnehäubchen.

Wieder zuhause angekommen, konnte ich dann aber endlich bestellen – und konnte auch beide Gutscheinkarten einlösen. Auf die Lieferung in den Markt hab ich nun aber verzichtet und lass mir das Maschinchen zur Packstation liefern.

Insgesamt liegt es sicherlich auch ein meiner grundlegend schlechten Laune heute (erst böse-böse Post vom Sozialamt und dann ist mir noch ein leinenloser Hund vor’s Auto gelaufen), aber bei Saturn bestelle ich so schnell nicht mehr.

Hochmut kommt vor dem Strafzettel

•Mai 24, 2013 • Hinterlasse einen Kommentar

StrafzettelMeine Strafe für das Fotografieren der ganzen Kunstparker hier im Umkreis. ;)
Ich weiß natürlich, dass man an der Post einen Parkschein ziehen muss. Und ich stand sogar nur 10m vom Automaten entfernt.

Naja, Lehrgeld bezahlt – und ab sofort denke ich hoffentlich daran mir einen Parkschein zu holen.

Glubschi

•Mai 7, 2013 • 1 Kommentar

SaraGestern beim Autofahren ist mir mal wieder aufgefallen, dass ich unbedingt eine Sonnenbrille brauche. Bisher bin ich davor immer zurückgeschreckt, weil meine normalen Brillen schon immer arschteuer sind. Eine getönte Version meiner Glasbausteine Gläser kostet meistens noch mehr. Das letzte Mal, dass ich mir eine Sonnenbrille beim Optiker habe machen lassen, ist sicherlich schon 10 Jahre her. Und damals gab es die Gläser auch nur in braun, was nicht nur scheiße aussah, sondern auch gewöhnungsbedürftig zu tragen war. Alles hatte die Farbe von Durchfall. Dementsprechend hab ich die Brille auch kaum getragen.
Jetzt bin ich das Risiko mal eingegangen und habe eine Sonnenbrille bei Brille24 bestellt. Seit anderthalb Jahren hab ich auch eine “normale” Brille von dort und kann damit tatsächlich besser sehen als mit meiner 440€-Brille von Apollo. Für die Sonnenbrille hab ich das gleiche Modell genommen, was ich bereits habe, allerdings in graubraun.
Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ich sie in den Händen halte. Wenn ich mich recht erinnere waren es letztes Mal knapp 2 Wochen.
Bis dahin sollte sich der Sommer noch halten, oder? ;]

Ich will euch doch nur helfen…

•April 12, 2013 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich hatte mich vor einigen Tagen bei einem Call-Center hier in der Umgebung beworben und heute morgen die Absage im Briefkasten gefunden. Es ist ja nun nicht so, dass mich eine Absage in tiefe Selbstzweifel reißt, aber das Absageschreiben selbst hat meinen Mutterinstinkt inneren zwanghaften Germanisten geweckt:

3 verschiedene Schriftarten, nicht nachvollziehbare und wechselnde Ränder und Zeilenabstände, durcheinandergewürfelte Absenderadresse (Firma, Stadt und danach erst die Straße), Stadt mit Postleitzahl vor dem Datum (what the…?), Winkelklammern zur Hervorhebung, etc.pp.

Es juckt mir in den Fingern, der Firma meine Unterstützung anzubieten, um wenigstens eine professionell aussehende Vorlage für die Geschäftskorrespondenz anzufertigen, aber ich habe keine Ahnung, wie ich ein solches Angebot formulieren soll, ohne dem Verantwortlichen auf die Füße zu treten.

Dinge, die in meiner Kindheit besser geschmeckt haben

•März 18, 2013 • 2 Kommentare

Fischstäbchen
Ravioli aus der Dose
Nudeln mit Zucker
Vanillepudding
Fürst-Pückler-Eis
Erdbeerquark
Toast mit Kinderwurst
Mars

to be continued…

Begegnungen der dritten Art in der Deutschen Bahn

•März 10, 2013 • Hinterlasse einen Kommentar

raisingIch fahre immer mal wieder durch die Gegend um an Einstellungstests oder Vorstellungsgesprächen teilzunehmen, und meistens bin ich mit dem Zug unterwegs. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen mir zu Stoßzeiten einen Sitzplatz zu reservieren, weil ich nicht durch den ganzen Zug latschen will um einen freien Platz zu suchen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie die Deutsche Bahn ihne Sitzplatzreservierungen vergibt, aber ich erwische meistens den Platz, den jemand mit seinem Gepäck (in Form von 18 Plastiktüten und einem kleinen Ölfass) in Beschlag genommen hat.

Letztens war ich auf dem Rückweg aus Berlin und sah schon von weitem, dass jemand auf dem Gangplatz neben meinem Fensterplatz in seinen Taschen rumkramte. Folgender Dialog entstand:

Entschuldigung, ich würde gerne dort hin.

Oh, can you wait a second?

Sure. No problem. Take your time.

Thanks, that’s very kind of you.

Ich bin ja multilingual und hätte ihm zur Not auch verstanden, wenn er Französisch gesprochen hätte. Was mich allerdings allerdings ein bisschen aus der Bahn geworfen hat, war die Tatsache, dass er sich nach einigem Herumkramen mitsamt seinem Gepäck auf den Sitzen mir gegenüber platzierte und anfing zu telefonieren – auf akzentlosem Deutsch. WTF?

Auf dem Weg nach Arnsberg bin ich letztes Jahr mal in ein Abteil geraten, dass von einem Dutzend Ü40-Sekretärinnen auf Betriebsausflug okkupiert worden war. Die Diskussionen über Fifty Shades of Grey werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Dass sie auf der 45minütigen Fahrt ununterbrochen Das rote Pferd in voller Lautstärke gespielt haben, konnte ich da noch eher verschmerzen.